So. Am 27.02.2004 war es soweit: Ein Trupp der AH fuhr nach Berlin. Wir trafen uns um kurz nach 5 Uhr im Bahnhof in Koblenz, bzw. im Mc Donalds, was manche zum Anlaß nahmen, ein kleines Frühstück einzuwerfen.
Wir nahmen unsere Sitzplätze in dem
von Koblenz nach Berlin ein und genossen die Reise, die
z.T. mit 250 Km/h recht schnell war.
Einige Unterhaltungen, Frühstück der mitgebrachten Brötchen später merkte ein Teil, das wir nicht zum
Spaß unterwegs waren: es war immerhin eine AH-Tour!
Also wurde kurzentschlossen der Speisewagen gestürmt und das dort erhältiche Bier auf Verträglichkeit getestet. Dank der Unterstützung der weniger Speisewagen-tauglichen Mitfahrer wurde auch das Aussteigen am Zielort (wenn auch recht knapp) nicht verpasst...
Auf Anraten unseres ortskundigen Führers Lothar kaufte sich jeder noch ein Tagesticket für U-Bahn und Bus. Wie sich später herausstellen sollte, war das eine Finte, denn er hatte vor, uns Berlin zu Fuß erkunden zu lassen. Der unermüdlichen Intervention von Bodo ist zu verdanken, dass wir gelegentlich die U-Bahn nutzen durften.
Wir bezogen Quartier in einer Jugendherberge, die ihren Zweck für uns super erfüllte.
Danach wurde erst einmal die örtliche Bitburger-Eckkneipe getestet und für gut befunden.
Nichtsdestotrotz (hmmm, sieht komisch aus, das Wort) musste jetzt aber ein Mittagessen her. Gestärkt gingen (ja: GINGEN) wir auf die touristische Erkundungstour. Lothar wollte uns so viele Sehenswürdigkeiten wie möglich zu Fuß erfahren lassen (seltsames Wortspiel). Wir durften aber ab und an doch einmal die Linie 200 benutzen, die uns zum Sony-Center führte und dann weiter zum Brandenburger Tor.
Von dort gingen wir schnurstracks zum Reichstag und stellten uns im mittlerweile dichten Schneegestöber in die Schlange davor an und hofften auf Einlass in die sagenhafte Kuppel. Den Schnee vom Haupt gefegt und frisch geleibvisited gelangten wir dann hinein. Uns bot sich ein fantastischer Anblick. Zumindestens innen, denn nach außen konnten wir nichts sehen, da die Kuppel mittlerweile zugeschneit war. Trotzdem waren wir guter Dinge, was man auch bei Jörg feststellen konnte.
Fußballfans wie wir mußten nun die Fußballkneipe 'Hanne am Zoo' besuchen (ehemals Holst am Zoo, was uns aber egal war) und dort zu der gebotenen Fußballübertragung (2. Liga) in schöner Umgebung ein isotonisches Getränk zu uns zu nehmen.
Gestärkt durch die typische Berliner Landesküche (Döner und Würstchen) nahmen wir die nächste
Sehenswürdigkeit ein und gingen aufs, nein ins KLO.
In kuscheligem Ambiente (wir saßen später auf Särgen an einem Sarg-Tisch) tranken wir Bier
aus seltsamen Behältern. Diese hatten aber das beachtliche Fassungsvermögen von 0,7 bis 0,8
Litern kaltem Bier, daher blieben wir bei diesen und unterzogen uns einer ersten Belastungsprobe.
Es gefiel uns dort so gut, dass wir die Lokalität nicht mehr wechselten, was dann später
bei der Abrechnung zum Teil betroffene Mienen (wie beim Verfasser) hervor rief, denn
dort wurde streng nach der Maxime: nimm-ihnen-alles-die-kommen-eh'-nicht-mehr verfahren.
(Möglicherweise haben wir aber auch Anteile an dieser Kneipe erworben, das würde den Preis
rechtfertigen)
So ein schöner und langer Tag (wir waren nun annähernd 24 Stunden auf den Beinen) fand seinen Abschluß ähnlich, wie er begann: wir gingen in einen Burger King und nahmen noch einen Happen vor dem Zu-Bett-Gehen.
Tag 2.
Nach dem Frühstück am 2. Tag wurde wacker wieder eine Tageskarte für die öffentlichen Verkehrsmittel gelöst. Neben der Besichtigung einer zerbombten Kirche (wie hieß die denn nur noch?) und vielen per Pedes zurückgelegten Kilometern landeten wir am Alex, bzw. am Fernsehturm, an dem wir die Fußmarschverweigerer Bodo und Peter treffen sollten. Bei Wartezeiten um die 1 Stunde für eine Besichtigung des Fernsehturmes disponierten wir um und nutzten die Gelegenheit, im Brauhaus Georgbraeu den Frühschoppen zu genießen. Das bedeutete auch: Bier zum halben Preis und Schmalzbrote umsonst! Das Bier war süffig und die Schmalzbrote kamen uns gerade recht als Stärkung, denn nun ging es erst durchs Nikolaiviertel und dann wieder zu Fuß am Roten Rathaus vorbei zum Hackescher Markt. Dort durchpflügten wir das Viertel mit seinen vielen Hinterhöfen bis zur Erschöpfung.
Es war Samstag, Bundesligazeit, wo also hin, um 15.30 Uhr? Wir pilgerten also wieder zur
Fußballkneipe am Zoo und genossen dort unsere Sitzplätze....
Nun war es für die einen an der Zeit, wieder reichlich Nahrung zu sich zu nehmen, während andere
kurz einmal an der Matraze horchten. Da die angepeilte Bit-Kneipe überfüllt war, entschloss man
sich, eine andere einheimische Lokalität aufzusuchen. Während der Großteil dort den Abschluß
machte, machten sich drei Unerschrockene noch einmal auf, das Kudorf zu erforschen.
Weitere Bilder findet Ihr unter Gallerie.